Sonntagabend, der Laptop steht auf dem Küchentisch. „Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in einem Satz“, fragt der Baukasten. Du tippst „Gartenbau in Straubing“, und kurz darauf steht da eine Website mit Leistungen, Über uns und einem Foto von einem Garten, der eindeutig in der Toskana liegt.
Beeindruckend. Nur weiß die KI über deinen Betrieb genau diesen einen Satz, den Rest füllt sie mit dem, was wahrscheinlich klingt. Wie du eine Website mit KI erstellst, die trotzdem nach dir klingt, zeigt dieser Artikel.
Transparenzhinweis: Klairity baut selbst Websites mit KI-Unterstützung. Trotzdem sagen wir dir ehrlich, wann du es gut allein schaffst.
Kurzantwort: Kann man eine gute Website mit KI erstellen?
Ja, als Entwurf. KI-Baukästen wie IONOS, STRATO, Wix oder Jimdo machen aus ein paar Angaben zu deinem Betrieb in Minuten eine Website mit Texten, Bildern und Unterseiten. Fertig ist sie damit nicht. Du prüfst jede Angabe, ersetzt fremde Fotos durch eigene, ergänzt Impressum und Datenschutzerklärung und veröffentlichst erst dann unter deiner eigenen Domain, also deiner Internetadresse wie deinbetrieb.de. Google rät selbst, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit zu prüfen.
Baukasten oder Code-Generator: zwei Arten von KI-Werkzeugen
Baukästen mit KI: IONOS, STRATO, Wix, Jimdo
Ein Homepage-Baukasten ist ein Mietangebot im Internet. Du setzt deine Seite aus fertigen Bausteinen zusammen, der Anbieter kümmert sich um die Technik. Dazu gehören das Hosting, also der Speicherplatz, auf dem deine Website rund um die Uhr erreichbar ist, und ein Editor, die Bearbeitungsansicht, in der du Texte und Bilder per Klick änderst.
Den ersten Entwurf übernimmt die KI. IONOS brauchte dafür schon 2023 nur Firmenname, Branche und eine kurze Beschreibung und baute daraus bis zu vier Unterseiten. Bei Wix entwirft die KI namens Aria die Website aus einem Prompt, also der Anweisung, die du der KI schreibst. Jimdo stellt dir stattdessen ein paar Fragen.
Code-Generatoren: Website mit Lovable, ChatGPT oder Claude erstellen
Bei Lovable, Bolt oder v0 tippst du deine Wünsche in ein Chatfenster. Die KI schreibt daraus Programmcode, also den Text in Computersprache, aus dem eine Website besteht, und zeigt sofort eine Vorschau. Man nennt das auch Vibe-Coding. Einfache Seiten schreiben dir auch ChatGPT und Claude als Code und zeigen sie je nach Tarif und Modell direkt im Chat an.
Lovable, Bolt und v0 stellen die Seite auch online, bei ChatGPT und Claude brauchst du dafür einen eigenen Hoster. Domain und Rechtstexte klärst du selbst. Grob gesagt liefert der Baukasten einen Rohbau mit Hausmeister, der Code-Generator die Baupläne und den Schlüssel, aber keinen Hausmeister.
Unsere Empfehlung: Wenn du kein Computermensch bist, nimm einen Baukasten mit KI und keinen Code-Generator, denn dort änderst du später alles selbst per Klick. Code-Generatoren lohnen sich eher, wenn du gern an Technik tüftelst oder jemand den Code betreut.
KI-Website-Generatoren im Vergleich: Anbieter und Preise
Die Einstiegstarife der Baukästen mit KI liegen bei rund 7 bis 17 € im Monat, Aktionen nicht mitgerechnet. Die vollen KI-Funktionen stecken oft erst im nächsthöheren Tarif.
Achtung beim Vergleichen: Manche Preise sind inklusive, manche zuzüglich Mehrwertsteuer, und viele Einstiegspreise gelten nur mit langer Laufzeit, Hostingers 2,99 € etwa nur bei 48 Monaten Vorauszahlung. Unter „Hosting, Datenschutz“ steht, wo die Rechner (Server) mit deiner Website stehen, was für den Datenschutz zählt. Alle Angaben stammen von den Anbietern, Stand Oktober 2026, „k. A.“ heißt: keine Angabe.
Baukästen mit KI
| Anbieter | KI-Funktion | Einstieg | Hosting, Datenschutz | Hilfe beim Impressum |
|---|---|---|---|---|
| IONOS MyWebsite Now | KI-Entwurf in allen Tarifen; KI-Texte, KI-Bilder und KI-Hilfe für Google (SEO) ab Tarif „Plus“ | 12 € pro Monat, inkl. MwSt. (Aktion: 6 € für 6 Monate); 7 Tage Demo | laut IONOS DSGVO-konform; Serverstandort nicht genannt | kostenloser Impressum-Generator |
| STRATO | wie IONOS: KI-Entwurf in allen Tarifen, der Rest ab Tarif „Plus“ | bei 1 Monat Laufzeit 9 € pro Monat plus 15 € Einrichtung; bei 12 Monaten Laufzeit 7 € pro Monat ohne Einrichtung, erster Monat 0 €; inkl. MwSt. | Rechenzentren in Deutschland | Impressum und Datenschutzerklärung über zubuchbaren Abmahnschutz |
| Wix Harmony | KI namens Aria, Abrechnung über KI-Credits | Gratis-Tarif; Light ab 16,66 € pro Monat bei Jahreszahlung, inkl. MwSt. | weltweites Servernetz | Hilfe-Artikel (teils veraltet) |
| Jimdo | KI fragt deinen Betrieb ab und baut die Seite | Free-Paket; Start 12 € pro Monat bei 12 Monaten Laufzeit, inkl. MwSt. | laut Jimdo-Magazin Server in der EU | Rechtstexte im Paket „Grow Legal“ (29 € pro Monat) |
| Squarespace | mehrseitiger KI-Entwurf, KI-Bilder | 14 Tage Probephase; 12 € pro Monat bei Jahreszahlung, zzgl. MwSt. | laut Squarespace DSGVO-konform | Seitenvorlage „Imprint“ (englisch für Impressum) |
| Hostinger | KI-Entwurf, KI-Texte, KI-Logo | 2,99 € pro Monat bei 48 Monaten Vorkasse, danach 9,99 €, zzgl. MwSt. | k. A. | k. A. |
Code-Generatoren
| Werkzeug | Einstieg | Veröffentlichen, Domain | Deine Daten |
|---|---|---|---|
| Lovable | Free mit 5 Credits pro Tag, höchstens 30 im Monat; Pro ab 25 US-Dollar pro Monat | Hosting inklusive; eigene Domain nur in bezahlten Tarifen | Free und Pro: Nutzung fürs KI-Training, abschaltbar |
| Bolt | Free mit Bolt-Hinweis auf deiner Seite; Pro 25 US-Dollar pro Monat | Hosting inklusive; eigene Domain ab Pro | k. A. |
| v0 (Vercel) | Free mit 7 Nachrichten pro Tag; Plus ab 30 US-Dollar pro Monat, zzgl. Steuern | Veröffentlichen über Vercel, den Hosting-Dienst desselben Anbieters | vom KI-Training standardmäßig ausgenommen erst ab Tarif Business |
Credits sind ein Guthaben, von dem jede Anfrage an die KI etwas verbraucht, bei Wix genauso wie bei Lovable. Andere zählen Nachrichten oder Token. Ist das Guthaben weg, wartest du oder zahlst mehr. ChatGPT und Claude fehlen in der Tabelle, weil sie dir kein Hosting für eine Firmenwebsite bieten.
Website mit KI kostenlos erstellen: Was geht ohne Geld?
Ausprobieren geht fast überall gratis, veröffentlichen nicht immer: Squarespace lässt dich 14 Tage kostenlos bauen, online gehst du erst mit bezahltem Abo.
Für eine Firmenwebsite reicht gratis ohnehin nicht. Bei Wix läuft die Gratis-Seite unter einer Adresse wie meinname.wixsite.com, mit Wix-Werbung darauf. Auf der Visitenkarte wirkt das ungefähr so seriös wie ein handgemaltes Schild am Gartenzaun. Auch die Stiftung Warentest rät, die Domain selbst auszusuchen, und das ging in ihrem Test nur bei kostenpflichtigen Angeboten. Also gratis testen, bezahlt bauen. Was eine Website insgesamt kostet, steht in Was kostet eine Website für KMU?.
Website mit KI erstellen: Erfahrungen aus unabhängigen Tests
Eigene Tests haben wir nicht gemacht, unabhängige gibt es aber. Die Stiftung Warentest testete im Januar 2024 insgesamt 16 Homepage-Baukästen, fünf davon mit KI. Mit allen stand in unter einer Stunde eine erste Version, allerdings „nur für gut vorbereitete Inhalte“. Testsieger wurden Jimdo und Wix, beim Basisschutz persönlicher Daten gab es dagegen für 10 Anbieter nur ein Befriedigend oder Ausreichend.
Bei heise Download kam im Mai 2024 der KI-Baukasten von Hostinger insgesamt gut weg, die KI legte sogar Beispiel-Produkte für den Shop an. Wegen eines Hangs zum Marketing-Sprech sollte man aber Nacharbeit an den Texten einplanen. Strenger fiel im Juli 2025 der heise-Vergleich von sieben Vibe-Coding-Diensten aus, darunter Bolt und Lovable. Die erzeugten Web-Anwendungen arbeiteten „häufig fehlerhaft“ und taugten nur für Prototypen oder ein Grundgerüst. Die Tests sind ein bis knapp drei Jahre alt, das Grundproblem ist geblieben: Die KI kennt deinen Betrieb nicht.
Richtig stark ist KI beim Anfangen. Den zähen ersten Satz und den Seitenaufbau nimmt dir der Generator ab (welche Seiten du wirklich brauchst, steht in Welche Seiten braucht eine KMU-Website?), und jede neue Variante kostet nur ein paar Klicks.
Wo es hakt: Acht Schwachstellen von KI-Websites
1. Austauschbare Texte
Die KI schreibt, was für deine Branche wahrscheinlich klingt, etwa „Ihr zuverlässiger Partner für Qualität und Service“. Das passt auf jede zweite Handwerkerseite und sagt nichts. Kundschaft will wissen, was du machst, wo und wie ein Auftrag abläuft. Mehr dazu in Warum deine Website keine Anfragen bringt.
2. Erfundene Inhalte und das rechtliche Risiko
KI-Programme schlagen keine Fakten nach, erklärt Google, sie sagen eine wahrscheinliche Wortfolge voraus. Heraus kommen dann womöglich „über 500 zufriedene Kunden“, ein Meistertitel, den es nicht gibt, oder ganze Kundenstimmen, wie sie der Generator Mixo 2023 in einem Erfahrungsbericht auf ProVideo Coalition samt Namen erfand.
Auf deiner Website wird daraus ein Rechtsproblem. Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) gelten unwahre Angaben als irreführend, etwa über deine Qualifikation oder Auszeichnungen (§ 5 UWG). Bei Bewertungen ist es noch strenger: Gefälschte Verbraucherbewertungen zu übermitteln oder in Auftrag zu geben, ist gegenüber Verbrauchern, also Privatkunden, immer unzulässig, ebenso die Behauptung, Bewertungen stammten von echten Kunden, ohne dass du das angemessen geprüft hast (UWG, Anhang Nr. 23b und 23c). Zeigst du Bewertungen, musst du außerdem dazuschreiben, ob und wie du ihre Echtheit sicherstellst (§ 5b Abs. 3 UWG). Bei Verstößen können Mitbewerber, Verbände oder Kammern dich abmahnen, also offiziell zum Unterlassen auffordern (§§ 8, 13 UWG). Wie du an echte Bewertungen kommst, steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen.
Das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Ob eine Angabe auf deiner Website irreführend ist, hängt vom Einzelfall ab. Im Zweifel lass sie von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen.
3. Bilder
Generatoren füllen Seiten mit Stockfotos, also gekauften Archivbildern, die auch viele andere nutzen, oder mit KI-Bildern. Heikel wird es, wenn ein KI-Bild eine Terrasse zeigt, die du nie gebaut hast. Das sieht aus wie eine Referenz und kann genauso irreführen wie eine erfundene Zahl. Nimm eigene Fotos, gern vom Handy. Warum echte Fotos mehr Vertrauen schaffen, zeigt Lokale Trust-Signale auf der Website.
4. Impressum und Datenschutzerklärung
Ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) braucht jede geschäftsmäßige Website: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und je nach Fall Rechtsform, Register, Aufsichtsbehörde oder Kammer. Sammelst du Daten, etwa über ein Kontaktformular, erklärst du außerdem in einer Datenschutzerklärung, was mit ihnen passiert (Art. 13 DSGVO). Hilfe bieten der kostenlose Impressum-Generator von IONOS und Rechtstexte-Dienste, bei Jimdo im Paket Grow Legal, bei STRATO über den zubuchbaren Abmahnschutz.
Vorsicht bei Vorlagen: Den Link zur EU-Streitschlichtungsplattform (OS-Plattform) brauchst du seit Juli 2025 nicht mehr, manche Hilfen bauen ihn aber noch ein, im Oktober 2026 etwa das Muster-Impressum beim IONOS-Generator und die Wix-Hilfe. Nennt eine Vorlage noch das Telemediengesetz, ist sie veraltet: Es wurde im Mai 2024 durch das Digitale-Dienste-Gesetz ersetzt.
5. Handy-Ansicht
Google entscheidet anhand der Handy-Version deiner Website, ob und wie weit oben sie in den Suchergebnissen erscheint. Verlass dich also nicht auf „mobiloptimiert“, sondern prüf selbst (Schritt 5 der Anleitung).
6. Grundlagen für Google
IONOS und STRATO bieten ab Tarif Plus einen SEO-Assistenten, der dir hilft, bei Google gefunden zu werden, etwa mit Seitentitel und Beschreibung. Den Seitentitel nutzt Google als eine Quelle für die anklickbare Überschrift in den Suchergebnissen, die Beschreibung manchmal für den Text darunter. Im Seitentext stehen beide nicht, und Google betont, dass auch sie auf Richtigkeit zu prüfen sind. Vorsicht bei Masse: Viele KI-Seiten ohne Mehrwert können gegen Googles Spamrichtlinien verstoßen. Lieber fünf echte Leistungsseiten mit Ort und Fotos als zwanzig, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden. Wie du in ChatGPT und Co. genannt wirst, steht in KI-Sichtbarkeit für KMU.
7. Pflege
Ändern sich im Frühjahr deine Öffnungszeiten, tippst du sie im Baukasten in fünf Minuten selbst ein. Beim Code-Generator bittest du die KI darum und hoffst, dass sie nicht gleich das Kontaktformular mit umbaut. Nicht-Programmierer müssten dann mit der KI diskutieren, schreibt heise zu Bolt, „was wiederum wertvolle Token verbraucht“. Jede Runde „Nein, die Telefonnummer stimmt immer noch nicht“ kostet also Guthaben.
8. Bindung an den Anbieter und deine Daten
Eine Wix-Website läuft nur auf den Servern des Anbieters, stellt die Wix-Hilfe klar. Texte und Bilder gehören dir, die Internetadresse kannst du auch woanders verwalten, die Seite selbst nimmst du aber nicht mit. Wechselst du, baust du sie neu auf. Mehr dazu in Website mieten oder kaufen?.
Bei Lovable gehört dir der Code, aber ohne jemanden, der damit umgehen kann, nützt das wenig. Seit dem 9. September 2026 darf Lovable Inhalte aus den Tarifen Free und Pro fürs KI-Training nutzen, also mit deinen Eingaben seine KI weiterentwickeln. Abschalten kannst du das unter „Account settings“, „Preferences“, „AI model training“ (Stand Oktober 2026). Kundendaten gehören nie in einen Prompt.
So erstellst du eine Website mit KI: Anleitung in 5 Schritten
Der Ablauf ist fast immer gleich: Die KI übernimmt Schritt 3, den Rest machst du.
Schritt 1: Das passende Werkzeug wählen
Ohne Technikkenntnisse nimm einen Baukasten mit KI, etwa von IONOS, STRATO, Wix oder Jimdo (siehe Anbieter-Übersicht). Achte weniger auf die KI als auf den Preis nach der Aktion, die Impressum-Hilfe und darauf, ob du mit dem Editor zurechtkommst. Genau dafür sind Demo und Gratis-Tarif da.
Schritt 2: Infos sammeln und die Prompt-Vorlage ausfüllen
Ein Prompt ist die Anweisung, die du der KI schreibst. Je genauer er ist, desto weniger muss sie raten.
Markiere den Text im grauen Kasten, kopiere ihn (am Computer: rechte Maustaste, „Kopieren“) und füge ihn in ein leeres Dokument ein, etwa in Word oder die Notizen-App. Ersetze alles in eckigen Klammern durch deine Angaben und lösche dabei die Klammern und die Beispiele mit „z. B.“. Was du nicht weißt, lässt du in Klammern stehen, dort setzt die KI dann einen Platzhalter. Die Regeln am Ende sind der wichtigste Teil.
Erstelle eine Website für meinen Betrieb.
Ansprache der Kunden: Sie
Betrieb: [Name, Rechtsform]
Branche: [z. B. Garten- und Landschaftsbau]
Ort: [Ort], Einzugsgebiet: [z. B. 30 km]
Gegründet: [Jahr], Team: [Anzahl Personen]
Leistungen (nur diese, nichts ergänzen):
- [Leistung 1, ein Satz dazu]
- [Leistung 2, ein Satz dazu]
- [Leistung 3, ein Satz dazu]
Kunden: [z. B. Hausbesitzer]
Was uns unterscheidet: [z. B. fester Ansprechpartner]
Ablauf eines Auftrags: [z. B. Anfrage, Termin, Angebot]
Kontakt: [Telefon], [E-Mail], [Adresse]
Seiten: Startseite, je Leistung eine Seite,
Über uns, Kontakt.
Fotos: Ich lade eigene Fotos hoch.
Bitte nur Platzhalter-Rahmen einbauen.
Regeln:
- Erfinde keine Kundenstimmen, Bewertungen,
Zahlen, Titel, Auszeichnungen oder
Referenzen.
- Wo Infos fehlen: Platzhalter in eckigen
Klammern, kein ausgedachter Text.
- Überschriften mit Leistung und Ort.
- Kurze Sätze, kein Werbedeutsch.
Schritt 3: Den Entwurf erzeugen
Füge den fertigen Text in den Generator ein, beim Baukasten ins Beschreibungsfeld, bei Lovable, ChatGPT oder Claude in den Chat. Fragt der Baukasten einzeln nach Firmenname, Branche und Beschreibung oder stellt er Fragen wie Jimdo, verteilst du die passenden Zeilen auf Felder und Fragen. Ist ein Feld zu kurz, nimm mindestens Betrieb, Ort, Leistungen und die Regeln.
Schritt 4: Den Entwurf prüfen und korrigieren
Ob sich die KI an deine Regeln hält, ist nicht garantiert. Geh deshalb im Editor vor dem Veröffentlichen diese Punkte durch:
Zahlen und Behauptungen
Kundenstimmen und Bewertungen
Leistungen und Ort
Fotos
Seitentitel
Impressum und Datenschutz
Schritt 5: Veröffentlichen und testen
Verbinde deine eigene Domain und prüf in den Vertragsunterlagen, ob dein Betrieb als Inhaber eingetragen ist und was das Paket nach der Aktion kostet. Dann veröffentlichst du und rufst die Seite auf dem Handy auf. Ist alles lesbar, verrutscht nichts? Tipp die Telefonnummer an und schick dir selbst eine Anfrage über das Formular. Kommt die Mail an, funktioniert es. Zum Schluss meldest du die Seite bei Google an, wie in Google Search Console einrichten beschrieben, und trägst deine Firma bei Google ein, damit man dich auch in Google Maps findet.
Website mit KI selbst erstellen oder erstellen lassen?
Allein mit KI klappt es, wenn dir das Basteln Spaß macht, dein Angebot überschaubar ist und du Texte, Fotos und Pflege selbst übernimmst. Erstellen lassen ist sinnvoller, wenn dir die Zeit fehlt, du viele Leistungen oder Standorte hast, dir Rechtstexte und Technik Bauchschmerzen machen oder jemand Änderungen für dich übernehmen soll.
„Website mit KI erstellen lassen“ heißt meist, dass ein Dienstleister KI für Entwurf und Texte nutzt und ein Mensch prüft. So arbeiten wir bei Klairity. Alle Wege nach Kosten und Aufwand vergleicht Website selber erstellen oder machen lassen?.
Fazit: KI baut den Rohbau, du lieferst die Wahrheit
Der Toskana-Garten vom Sonntagabend war im Handumdrehen gebaut und ist genauso schnell wieder gelöscht. Struktur, erste Texte und ein Design liefert dir ein Generator in Minuten. Was deinen Betrieb ausmacht, weiß er nicht, und für seine Texte geradestehen kann er auch nicht. Gib ihm deshalb echte Infos, verbiete ihm das Erfinden und arbeite danach die Prüfliste ab. Und wenn dir dafür die Zeit fehlt, ist Machenlassen schlicht Arbeitsteilung.
Schon der dritte Abend mit dem Baukasten?
Du machst gute Arbeit. Mit der passenden Website sehen das auch neue Kunden auf den ersten Blick. Sieh dir kostenlos an, wie deine aussehen kann.
Quellen
- IONOS: Homepage-Baukasten MyWebsite Now, Pakete und Preise, abgerufen am 11. Oktober 2026
- IONOS Newsroom: MyWebsite Now: Mit KI in Sekundenschnelle zum professionellen Webauftritt, 6. September 2023
- IONOS: Kostenloser Impressum-Generator, abgerufen am 11. Oktober 2026 (Muster-Impressum enthält noch den OS-Plattform-Absatz)
- STRATO: Homepage-Baukasten und Was ist der STRATO Abmahnschutz?, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Wix-Blog: Wix Harmony Kosten, Preisstand Oktober 2026
- Wix Hilfe-Center: Deine Website von Wix exportieren oder an anderer Stelle einbetten und Ein Impressum erstellen (nennt noch das Telemediengesetz und den OS-Link), abgerufen am 11. Oktober 2026
- Jimdo: Preise und Pakete und Abmahnsichere Rechtstexte, abgerufen am 11. Oktober 2026; Jimdo KI, Landingpage von 2024; Jimdo-Magazin: Die 6 besten KI-Website-Baukästen 2026 im Vergleich, 18. März 2026
- Squarespace: Preise, KI-Website-Builder und Creating an imprint page, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Hostinger: Website erstellen, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Lovable: Subscription plans, Custom domains, Hosting, Manage training data and privacy und Pricing, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Bolt: Pricing, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Vercel: v0 Pricing, abgerufen am 11. Oktober 2026
- OpenAI Help Center: Working with writing blocks and code blocks in ChatGPT, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Anthropic: What are artifacts and how do I use them?, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Stiftung Warentest: Homepage-Baukästen: Website-Entwurf nach einer Stunde, 24. Januar 2024
- heise Download: Website-Erstellung per KI: Hostinger Website-Baukasten im Test, 22. Mai 2024 (Beitrag enthält Partnerlinks)
- heise Download: Vibe-Coding-Dienste im Vergleich: Apps entwickeln ohne Programmierkenntnisse, 11. Juli 2025
- ProVideo Coalition: Mixo: building your website with AI in seconds, 5. Mai 2023
- Google Search Central: Leitfaden der Google Suche zur Verwendung von KI-generierten Inhalten auf deiner Website, Stand 7. Oktober 2026
- Google Search Central: Best Practices für mobile Websites und die Mobile-First-Indexierung, Stand 20. Februar 2026
- Google Search Central: Titellinks in der Google Suche beeinflussen, Stand 18. Dezember 2025, und Meta-Beschreibungen erstellen, Stand 23. April 2026
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb: § 5, § 5b, § 8, § 13 und Anhang Nr. 23b, 23c
- Digitale-Dienste-Gesetz: § 5 Allgemeine Informationspflichten
- IHK Bayreuth: Webseitenbetreiber aufgepasst: Telemediengesetz (TMG) ist jetzt Digitale Dienste Gesetz (DDG), abgerufen am 11. Oktober 2026
- IHK Fulda: EU-Plattform zur Streitbeilegung wird abgeschafft, abgerufen am 11. Oktober 2026
- Datenschutz-Grundverordnung: Verordnung (EU) 2016/679, Art. 13, EUR-Lex
FAQ: Häufige Fragen
Kann man mit KI kostenlos eine Website erstellen?
Zum Ausprobieren ja: Wix Harmony läuft auch im Gratis-Tarif, Jimdo hat ein Free-Paket, Lovable, Bolt und v0 haben kostenlose Stufen. Für eine Firmenwebsite mit eigener Domain brauchst du aber praktisch immer einen bezahlten Tarif.
Welcher KI-Website-Generator ist der beste?
Den einen besten gibt es nicht, es kommt darauf an, wer die Seite später pflegt. Willst du selbst per Klick ändern, passt ein Baukasten mit KI wie Jimdo, Wix, IONOS oder STRATO, Code-Generatoren wie Lovable eher, wenn sich jemand um den Code kümmert. Im Baukasten-Test der Stiftung Warentest von 2024 lagen Jimdo und Wix vorn, einen aktuellen unabhängigen Test der KI-Funktionen haben wir nicht gefunden. Wichtiger als die KI sind meist Datenschutz, Impressum-Hilfe, der Preis nach der Aktion und der Editor.
Kann ich mit ChatGPT oder Claude eine Website erstellen?
ChatGPT und Claude schreiben Texte und den Code für einfache Webseiten und können sie je nach Tarif und Modell direkt im Chat als Vorschau zeigen. Für eine Firmenwebsite brauchst du zusätzlich Hosting, eine Domain, Rechtstexte und jemanden, der den Code pflegt. Ohne Technikkenntnisse ist ein Baukasten mit KI der einfachere Weg.
Taugt Lovable für eine Firmenwebsite?
Lovable baut aus deiner Beschreibung im Chat eine Website als Code und zeigt sofort eine Vorschau. Hosting ist inklusive, eine eigene Domain gibt es nur in bezahlten Tarifen, Pro ab 25 US-Dollar im Monat. In Free und Pro dürfen deine Inhalte fürs KI-Training genutzt werden, das kannst du in den Kontoeinstellungen abschalten. Für spätere Änderungen brauchst du die KI oder jemanden, der mit Code umgehen kann.
Was kann der KI-Website-Generator von IONOS oder STRATO?
Beide erzeugen aus wenigen Angaben einen ersten Entwurf, der Generator ist jeweils in allen Tarifen enthalten. KI-Texte, KI-Bilder und den SEO-Assistenten, der dir hilft, bei Google gefunden zu werden, gibt es erst ab dem Tarif Plus.
Darf ich von der KI geschriebene Kundenbewertungen verwenden?
Nein. Ausgedachte Kundenstimmen sind unwahre Angaben und können nach dem UWG irreführend sein. Gefälschte Verbraucherbewertungen zu übermitteln oder in Auftrag zu geben, ist gegenüber Verbrauchern stets unzulässig. Das ist keine Rechtsberatung.
Braucht eine mit KI erstellte Website ein Impressum?
Ja, wie jede geschäftsmäßige Website nach Paragraf 5 Digitale-Dienste-Gesetz, dazu eine Datenschutzerklärung. Deine Pflichtangaben trägst du selbst ein oder nutzt einen Rechtstexte-Dienst. Achte darauf, dass die Vorlage das Digitale-Dienste-Gesetz nennt und nicht mehr das Telemediengesetz, und dass sie keinen Link zur abgeschafften EU-Streitschlichtungsplattform enthält.
Straft Google Websites ab, die mit KI erstellt wurden?
Google verlangt von KI-Inhalten dasselbe wie von allen anderen: Sie müssen den Grundlagen der Google Suche und den Spamrichtlinien entsprechen. Viele generierte Seiten ohne Mehrwert können dagegen verstoßen. Prüfe deshalb alle KI-Texte vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit.